Falken Bildungsarbeit in WW – Es geht voran!

15. Mai 2012

Zur Bildungsarbeit im Bezirk gibt es viel neues zu berichten. Zunächst einmal die Seminarreihen. Traditionell bieten wir die Jungehelfer_innenkurse (JHK) und die Fit For Falken (FFF) für junge Genoss_innen ab 14 Jahren an, die dann im Anschluss die GruBi mit dem der JuLeiCa gleichgestellten Zertifikat machen können. Hier kann man viel für sich selbst, über die Falken und über die Gesellschaft, in der wir leben, lernen und erfahren, sich mit anderen Falken austauschen und praktisch ausprobieren. Themen der JHK und FFF sind die eigene Sozialisation in der Gesellschaft, die Geschichte, Kultur und Praxis der Falken, Rhetorik und Umgang mit Konflikten, Argumentation gegen Rassismus und Diskriminierung und vieles mehr.

Gerade der praktische Aspekt und das positive Erleben in der Gruppe werden wieder stärker in unsere Bildungsreihen einfließen mit einem abschließenden Praxiswochenende, an dem wir mit den JHK- und FFFler_innen die Seminarreihen in lockerer Atmosphäre revue passieren lassen und die Zeltlagersituationen praktisch ausprobieren werden.

Außerdem haben wir in diesem Jahr wieder zusätzliche Angebote parat. Auf vielfachen Wunsch wird es wieder Seminare für Quereinsteiger_innen geben, also Menschen die über 18 Jahre alt sind, neu bei den Falken und/oder es vorher nicht geschafft haben, unsere Bildungsreihen zu besuchen.

Bildung war auch ein großes Thema beim letzten Landesausschuss der Falken in NRW. Alle waren sich hier darüber einig, dass wir Falken uns besser austauschen sollten, was an Seminaren bei uns läuft und gerade die Bildungsangebote dafür nutzen sollten, uns besser miteinander zu vernetzen.

Last but not least das Antifa-Seminar vom 19. bis 21. Oktober. Ein Wochenende lang werden wir uns mit SJler_innen aus ganz WW und darüber hinaus über unsere antifaschistische Arbeit und ihre Bedeutung in der politischen und pädagogischen Arbeit austauschen. Die Planungsgruppe trifft sich das nächste mal am 7. Juni. Gern kannst Du Dich noch an der Planung beteiligen und eigene Ideen einbringen. Den genauen Planungsstand erfährst Du hier.

Also dann, es geht weiter!

Freundschaft!


Termine für Bezirks-Bildungsreihen 2012 stehen fest!

12. Mai 2012

Das Bezirksbüro gibt die Termine für unsere Bildungsreihen bekannt:

Junghelferkurs
05.10. bis 07.10.2012,
23.11. bis 25.11.2012,
07.12. bis 09.12.2012,
18.01. bis 20.01.2013,
15.02. bis 17.02.2013

“Fit for Falken”-Kurs
05.10. bis 07.10.2012,
23.11. bis 25.11.2012,
07.12. bis 09.12.2012,
18.01. bis 20.01.2013,
15.02. bis 17.02.2013

Auf vielfachen Wunsch gibt es auch wieder ein Quereinsteiger-Seminar.

Quereinsteiger-Seminar
07.12. bis 09.12.2012 und
18.01. bis 20.01.2013

Alle Kurse finden wie immer in unserer Jugendbildungsstätte Wittbräucke statt.


8./9. Mai – Tag der Befreiung und des Sieges

8. Mai 2012

Als in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst Vertreter des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht vor den Vertretern der Streitkräfte der Anti-Hitler-Koalition die offizielle Urkunde über die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet hatten, war ein verbrecherisches System zerschlagen worden, dessen Weltherrschaftspläne, Herrschaftspraxis und Rassenwahn die menschliche Zivilisation in Frage gestellt hatten.

Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges ist eine Bilanz des Schreckens: Mehr als 60 Millionen Menschen starben bei Kampfhandlungen, durch Repressalien, Massenvernichtungsaktionen und Kriegseinwirkungen. Von den 18 Millionen Menschen, die das Naziregime in Konzentrationslager brachte, wurden elf Millionen ermordet oder durch Arbeit vernichtet. Unfassbar der industrielle Massenmord an sechs Millionen europäischer Jüdinnen und Juden, die – wie auch Sinti und Roma – dem Rassengenozid zum Opfer fielen.

In Deutschland mussten fast acht Millionen und in Japan über zwei Millionen Menschen aus den eroberten Ländern Zwangsarbeit leisten. Mit über 27 Millionen Menschen hatte die Sowjetunion die mit Abstand größten Verluste zu beklagen. China zahlte mit 15 Millionen, Polen mit sechs Millionen, Jugoslawien mit 1,7 Millionen, Frankreich mit etwa 800.000, die USA und Großbritannien mit jeweils 400.000 und Italien mit 300.000 Toten ebenfalls einen hohen Blutzoll.

Der Sieg über den Faschismus und die Befreiung Europas bleiben eine Leistung aller Verbündeten in der Anti-Hitler-Koalition. Nur in einer gemeinsamen Anstrengung konnte die menschliche Zivilisation vor einem Terrorregime gerettet werden, das vor keinem Verbrechen zurückschreckte. Die Bedrohung führte Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung und Menschen unterschiedlichster Weltanschauung und politischer Orientierung zusammen. Die Lieferungen von Waren, Waffen und Ausrüstungen halfen der Sowjetunion, dem Druck des hochgerüsteten Aggressors standzuhalten. Die lang erwartete und hinausgezögerte zweite Front, die Landung der Westalliierten in der Normandie, verkürzte die letzte Phase des Krieges in Europa erheblich.

An der Seite der Streitkräfte der Anti-Hitler-Koalition kämpften Partisanen und Widerstandskämpfer in allen okkupierten Gebieten für die Freiheit ihrer Länder. Deutsche Antifaschisten reihten sich ebenfalls in die Armeen der Anti-Hitler-Koalition und in die Partisanen- und Widerstandsgruppen ein. Nicht vergessen werden dürfen die mutigen Frauen und Männer, die aus den unterschiedlichsten Motiven unter ständiger Lebensgefahr im Deutschen Reich Widerstand gegen das Naziregime leisteten. Diese Minderheit verkörperte die lange enttäuschten Hoffnungen auf ein anderes Deutschland.

Die Hauptlast im Kampf gegen Nazi-Deutschland trug die Sowjetunion. Sie hatte den entscheidenden Anteil am Sieg. Die Ostfront war die Hauptfront des Zweiten Weltkrieges. Lange bevor endlich die zweite Front eröffnet wurde, hatten sowjetische Soldaten den Feind vor Moskau gestoppt, in Stalingrad und im Kursker Bogen die Wende des Krieges erzwungen.

Der Preis für diese Leistung war hoch. Über elf Millionen sowjetische Soldaten ließen dafür an der Front ihr Leben. Mehr als 13 Millionen Zivilpersonen wurden getötet oder starben unter den unmittelbaren Kriegseinwirkungen. Belorussland verlor ein Viertel seiner Einwohner. In Städten wie Leningrad, Smolensk oder Pskow überlebten ein Drittel der Einwohner die Kampfhandlungen nicht. Der deutsche Aggressor hinterließ eine Spur der “verbrannten Erde”: 1.710 Städte und 70.000 Dörfer, 31.800 Industriebetriebe, 13.000 Brücken und 65.000 Kilometer Eisenbahnnetz zerstört, gesprengt oder niedergebrannt.

Der Krieg war im April 1945 an seinen Ausgangspunkt zurückgekehrt. In der Hauptstadt Berlin waren mit der Machtübertragung an die Faschisten im Januar 1933 die Weichen für die “Neuordnung Europas” gestellt worden. Von hier aus wollten sie sich als “Tausendjähriges Reich” über die versklavten Völker erheben. Dem Terror nach innen folgte der Terror nach außen. Die Revision des Versailler Vertrages war das Vorspiel zur Eroberung von “Lebensraum” und Rohstoffquellen, die den planmäßigen Völkermord einschloss.

Der 8. Mai 1945 markiert das Ende der nazistischen Diktatur. Mit ihm endeten die Durchhalteparolen und die Illusionen vom “Endsieg”. Mit ihm endete auch die systematische Vernichtungspolitik der Nazis. Für Millionen von KZ-Häftlingen, Zwangsarbeitern, Sinti und Roma, politischen Gegnern und sonstigen “Feinden” war die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung, für Widerstandskämpfer in allen besetzten Ländern, für Partisanen und deutsche Antifaschisten war er gleichzeitig ein Tag des Sieges.

Obwohl die besiegten Faschisten bereits am Abend des 8. Mai 1945 gegenüber den Truppen der Sowjetunion kapitulierten, wurde die Siegesmeldung erst einige Stunden später, um 2.10 Uhr morgens über Radio Moskau bekannt gegeben. Zusammen mit der Meldung von der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches erklärte das Präsidium des Obersten Sowjet den 9. Mai zum landesweiten arbeitsfreien Feiertag zu Ehren des Sieges über Nazideutschland. Seitdem wird der 9. Mai in vielen Ländern der ehemaligen Sowjetunion als “Tag des Sieges” gefeiert.


1. Mai: Erinnerung an Haymarket Riot

1. Mai 2012

“Man kann nicht ewig wie ein Stück Vieh leben!” 
(August Spies, Chicago, 1. Mai 1886)

Pünktlich zum 1. Mai 2012 geht ein neues “Lexikon der Arbeiterbewegung” an den Start. Es soll bei der Recherche und Forschung in der Geschichte und Gegenwart der Arbeiterbewegung und Arbeiterjugendbewegung helfen, indem es eine Auswahl an Links bereithält, auf die man von allein vielleicht nicht so schnell kommen würde.

Die Arnsberger Falken erinnern aus Anlass des 1. Mai an August Spies und den Haymarket Riot von 1886, seit dem das Datum mit dem Kampf um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen verbunden ist.


Zwei antifaschistische Veranstaltungen in Herne und Dortmund

30. April 2012

Am Freitag, den 27. April haben die Herner Falken ihren ersten politischen Spätschoppen im Pub a la Pub mit eine Diskussion und kulturellen Beiträgen veranstaltet. Viele, vor allem Jugendliche, von den Falken und anderen sozialistischen Gruppen diskutierten sehr angeregt mit der Refernentin Michelle Müntefering über die Versäumnisse, die sich gerade im Zusammenhang mit der Mordserie des NSU aufgezeigt haben und die Notwendigkeit einer entschlossenen Politik gegen Rechts. Die anwesenden Wahlkreiskandidaten von der SPD und den Linken durften sich dabei mit ihren Programmen gegen Rechts und für die Kampagne der Falken NRW “Stein im Brett” empfehlen.

Für den Samstag, den 30. April lud das DGB Bildungswerk NRW zu einem Kongress “Für Freiheit, Vielfalt und Toleranz! Strategien gegen Nazis und Rassismus in NRW” ein. In verschiedenen Workshops, Referaten und einer Podiumsdiskussion haben die vielen Beteiligten aus antifaschistischen Bündnissen, Schulen und Betrieben viel über die Strategien der Nazis und über die erfolgreiche Gegenwehr erfahren. Nicht nur der Stadtteil Dorstfeld, sondern auch das Internet und andere Bereiche wurden dabei in den Blick genommen. Als wichtigen Punkt konnten die Teilnehmenden auch die Anregung mitnehmen, sensibel zu sein für rassistische Sprüche im eigenen Umfeld und über Einordnung von Menschen in Schubladen, die wohl jeder von uns irgendwie mitmacht.
Leider gab es bei dem engen Zeitrahmen wenig Raum zur Diskussion. Zu wünschen bleibt außerdem, dass es nicht bei dieser Konferenz bleibt und es im nächsten Jahr eine Folgekonferenz gibt, auf denen wir diskutieren, welche Erfolge wir mit den Anregungen aus dem Kongress erzielen konnten, wie wir uns noch besser vernetzen und unsere antifaschistische Arbeit gemeinsam noch weiter verbessern können.


Volksbewegung gegen Fracking im Entstehen

27. April 2012

Im Sauerland entsteht gerade eine Parteien und Organisationen übergreifende Volksbewegung gegen die höchst umstrittene geplante Erdgasgewinnung durch Hydraulic fracturing, auch “Fracking” genannt. Falken der Ortsverbände Meschede und Arnsberg beteiligen sich bereits an der Gegenbewegung.

Die Pläne der privaten Energiekonzerne sind nicht nur für das Sauerland alarmierend, sondern für alle Städte (und damit alle Falken-Gliederungen) am Laufe der Ruhr, von Olsberg bis Duisburg, denn ihr Trinkwasser stammt aus eben jenem Gebiet, in dem nach den Plänen der Konzerne gewaltige Mengen hochgiftiger Chemikalien tief in die Erde gepumpt werden sollen, um dort lagernde Erdgasvorkommen auszubeuten.

Hier findet Ihr einen Fernsehbeitrag des ZDF, in dem das Thema Fracking problematisiert wird.


“Stein im Brett” – Falken NRW erheben jugendpolitische Forderungen zur Landtagswahl

27. April 2012

Infos darüber findet Ihr hier.


Buch-Neuerscheinung: Von Arisierung bis Zwangsarbeit – Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr 1933 bis 1945

22. April 2012

Literaturhinweis für junge Heimatforscher


Falken aus Meschede und Arnsberg erinnern an Opfer des Faschismus

18. April 2012

Falken aus Meschede und Arnsberg erinnerten am 16. April 2012 an Günter Ransenberg aus Meschede-Wennemen, der vor 70 Jahren im Alter von 15 Jahren wegen eines Schneeballwurfs aufgehängt worden ist.

Zur Dokumentation


Ausstellung Zwangsarbeit: Jugendliche führen Jugendliche

18. April 2012

Wie bereits bei der Wehrmachtsausstellung in 2003 gibt es auch bei der Ausstellung Zwangsarbeit vom 18. März bis 30. September 2012 auf der Zeche Zollern in Dortmund das Angebot von Führungen von Jugendlichen für Jugendliche. Das Projekt wird koordiniert von der Arbeitsstelle Jugend und Demokratie beim Jugendring Dortmund und läuft in Kooperation mit den Dortmunder Falken und der DGB-Jugend Dortmund-Hellweg.

Einen Flyer dazu findet Ihr hier.


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.