Aktiv gegen Nazis zum Dortmunder Friedensfest

Wir von den Falken in WW waren auch dieses Jahr wieder intensiv an den Ereignissen zum Antikriegstag am 1. September 2012 in Dortmund beteiligt. Zusammen mit den Falken aus Dortmund und dem Bündnis Dortmund Nazifrei haben wir uns auf wirksame Proteste gegen den geplanten Naziaufmarsch vorbereitet. Es waren bewegte Tage, an denen mehrere Ereignisse aufgetreten sind, die wir so nicht erwartet hatten.
Zunächst einmal wurde der Nationale Widerstand in Dortmund am 23. August verboten. Das war dann auch der Grund, alle Aktionen der Nazis um den 1. September auch zu verbieten. Auch wenn das ein Grund zum Feiern war, war es kein Grund für uns, am 1. September zu Hause zu bleiben.
In der Woche vor dem 1. September waren wir mit der DGB-Jugend beim Friedensfest am Dortmunder Katharinentor dabei. Unabhängig davon gab es schon am 30. August eine Veranstaltung des Stadtjugendrings in Herne, zu der unser Vorsitzender Paul M. Erzkamp mit Ingrid Fischbach (CDU), Michelle Müntefering (SPD), Michael Sturm (mobim Münster) und anderen über Gefahren von Rechts und die Möglichkeiten einer demokratischen Jugendkultur diskutierte. In der Publikumsdiskussion meldeten sich noch viele aktive Falken zu Wort.
Den 1. September in Dortmund begannen wir mit einem antifaschistischen Frühstück bei Dortmunder Falken vor ihren Gruppenräumen in Hörde. Hier versammelten sich viele Aktivist*innen aus verschiedenen Zusammenhängen und stärkten sich für einen ereignisreichen Tag. Weiter ging es mit einem antifaschistischen Stadtrundgang und einer Bündnisdemonstration im Dortmunder Süden. Insgesamt über 2.000 Menschen waren mit uns unterwegs.
All diese hoch erfreulichen Ereignisse hatten auf der anderen Seite einen schalen Beigeschmack. Das bundesweite Antifa-Camp, das in diesen Tagen in Dortmund stattfinden sollte, war von der Stadt verboten worden. Als Sozialist*innen müssen wir diese Verhinderung zivilen Protestes und die Gleichsetzung von Links und Rechts entschieden kritisieren. Mit Spannung werden wir die Entwicklungen der Antifa-Szene in Dortmund und im Ruhrgebiet weiter verfolgen und solidarisch begleiten.

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